María Alejandra Escobar Ruiz
1986. Medellín - Kolumbien.
Musikerin, Sängerin, Chor- und Orchesterleiterin, Dozentin und Forscherin.
Sie hat an der Universität EAFIT (Kolumbien) lyrischen Gesang studiert und anschließend ein Studium des populären Gesangs in Havanna
(Kuba) absolviert.
Im Jahr 2005 begann sie ihre Karriere im Bereich Orchester- und Chorleitung an der Universität EAFIT
bei der Dozentin Cecilia Espinosa Arango und später bei Maestro Alejandro Posada, bei dem sie 2010 ihren Abschluss machte.
Sie gründete das barocke Orchester „Adán“, war Leiterin des Orchesters des Fachbereichs Musik an der Universität EAFIT, war eingeladen die Ensembles „Periscopio“ für Neue Musik, das barocke Ensemble „Música Retórica“ und das Kammerorchester „Jaibaná“ zu leiten. Ihr Debüt gab sie im November 2008 mit dem Sinfonieorchester der Universität EAFIT beim Wettbewerb „Junge Talente“. 2010 debütierte sie mit der Nationalen Symphonie Colombias im Rahmen des nationalen Dirigentenwettbewerbs und absolvierte im selben Jahr ihr Abschlussrecital mit dem Philharmonischen Orchester Medellín.
Sie sang in den Chören Tomás Luis de Victoria, Tonos Humanos und Arcadia; mit letzteren nahm sie an Chorwettbewerben in Venezuela,
Schweden, Deutschland, Kanada, den USA, Spanien und Finnland teil.
In Kolumbien leitete sie die Chöre der „Los caballeros de la Virgen”, des Gimnasio Internacional de Medellín, Chor U.P.B., Kinderchors Tomás Luis de Victoria, Cantábile, Chor der Fundación
Prolírica de Antioquia, Chor A VOS, Chor Melpómene; außerdem den Kinder- und Jugendchor der Sinfonica de Antioquia, den Iberacademy-Chor und das Oktett Concento Antiguo.
Derzeit leitet sie in Wien den Kinderchor der Montessori-Schule (Galemo) sowie den Chor der Europäischen Volksschule und den Neuen Madrigalchor.
Sie war Dozentin für Musiktheorie, Gesangstechnik, Chor- und Orchesterleitung, Interpretation, Kammermusik, Chorpraxis und Ästhetik
an der Fundación Universitaria Bellas Artes, der Jazz-Studioschule Studio Ensamble, der Universität EAFIT, der Musikschule der Sinfonica de Antioquia und bei der Stadtverwaltung
Medellín.
Sie arbeitete als musikalische Leiterin, Kulturmanagerin und Forscherin bei der Corporación Artística Bonum
Presens.
Als Sängerin und Schauspielerin hat sie in verschiedenen Musicals und Opern mitgewirkt und für Fernsehen und
Kino aufgenommen, darunter „La sinfonía de los bichos raros“ (Fernsehserie von Teleantioquia), „Cien años de soledad“ (Netflix-Serie) und „The 30 shades of Dance“ (ungarischer Film).
Andrés García ist künstlerischer Leiter des WU-Chors an der Wirtschaftsuniversität Wien (seit 2010) und des L’Orfeo viennese Orchesters (seit 2013). Mit September 2024 ist er der neue musikalische Leiter des Jugendchors der Volksoper Wien.
Zudem ist er seit 2012 als Wiener Landeschorleiter und Vizepräsident des ChorForum Wien tätig. In dieser Funktion hat er zahlreiche musikalische Projekte ins Leben gerufen und geleitet, darunter die Konzertreihe Wien singt, in der bedeutende chorsinfonische Werke aufgeführt werden, und Vienna Cantat, eine Reihe, in der regelmäßig Werke zeitgenössischer Komponisten in Auftrag gegeben und uraufgeführt werden.
Für die Saison 2023/24 war er als Chordirektor des Sommerfestivals „Offene Grenzen“ in Retz (NÖ) tätig. Ebenfalls seit 2023 wurde er als Co-Künstlerischer Leiter und Juror des Internationalen Franz-Schubert-Chorwettbewerbs und -Festivals in Wien verpflichtet.
Orchesterdirigate und Chorleitung bilden die Fundamente seines vielseitigen Schaffens. So stand er folgenden Orchestern als Gastdirigent vor: Slowakische Philharmonie (Slowakei), Philharmoniker Bogotá (Kolumbien), State Opera Orchestra Plovdiv (Bulgarien), Schloss Schönbrunn Orchester, CRR Orchester Istanbul (Türkei), Yucatán Symphonieorchester (Mexico), Concilium musicum Wien, Symphonieorchester EAFIT (Kolumbien), Chor und Orchester der Augustinerkirche Wien, Beethoven Philharmonie, TU-Orchester Wien, Wiener Tonkunstvereinigung, Akademisches Symphonie Orchester Wien, u.a.
Zu den Höhepunkten seines künstlerischen Schaffens gehören Opern- und Musiktheaterproduktionen wie u.a. „La voix humaine“ (Poulenc), „Il matrimonio segreto“ (Haydn), „Die Zauberflöte“, „Cosi fan tutte“ (Mozart), „La Serva Padrona“ (Pergolesi) und „Dido and Aeneas“ (Purcell) sowie die Leitung und Einstudierung bedeutender Werke des sakralen Repertoires von Messen und Oratorien für Chor und Orchester, darunter der „Elias“ von Mendelssohn, die „Große Messe in c-Moll“ und das „Requiem“ von Mozart, „Ein deutsches Requiem“ von Brahms, die „Missa solemnis“ von Beethoven, die „Messa da Requiem“ von Verdi und die „Matthäus-Passion“ von Bach, um einige zu nennen.
Zwischen 2018 und 2020 dirigierte er regelmäßig im Wiener Musikverein die Beethoven Philharmonie im Rahmen der inzwischen nicht mehr fortgeführten Konzertreihe KlassiX, mit der Kindern der 5. bis 8. Schulstufe klassische Musik nähergebracht wird.
Der „Weitergabe des Feuers“ hat er sich auch als Referent und Dozent für Dirigieren und Chorleitung bei Chorwochen und Seminaren in Europa und Lateinamerika verschrieben. Andrés García ist ebenfalls bei internationalen Festivals als Gastjuror tätig, unter anderem bei „Venezia in Musica“ (Italien), Ave Verum (Baden) "Voices of Spirit" (Graz) und dem „Festival of Songs Olomouc“ (Tschechische Republik).
Das Sprechtheater zählt auch zu seinem Wirkungsfeld: u.a. zeichnete er für Vokalarrangement und Einstudierung mit Schauspieler*innen für „Der diskrete Charme der smarten Menschen“ (Nestroy-Preis 2014) und „Keine Angst. Eine Heimgartenrevue“ (Volkstheater Wien, 2017), „Begehren“ (Kosmos Theater, 2018), „Ein Kätchen.Traum“ (das TAG, 2017), „In einem Jahr mit 13 Monden“ (das TAG, 2015), „Wie im Himmel“ (Theaterfabrik Helfenberg OÖ, 2016) verantwortlich.
Die Konzerte, die er musikalisch, konzeptionell und organisatorisch verantwortete, tragen seine Handschrift. Sie zeigt sich im Bestreben, die musikalische und dramaturgische Vision gemeinsam mit den Musikschaffenden zu verwirklichen. Es gilt zu gestalten, wo es der Form bedarf, und geschehen zu lassen, wo die Freiheit des Ausdrucks zur künstlerischen Entfaltung führt.
Im Jahr 1978 geboren, wurde er in seiner Heimat Kolumbien als Dirigent ausgebildet. Dank seiner akademischen Leistungen erhielt er 2001 neben anderen Auszeichnungen das Stipendium der „MAZDA Foundation for Art and Science“, das an die acht besten Musikstudenten des Landes vergeben wird. Im Jahr 2002 nahm er an der MUK (Musik- und Kunst-Privatuniversität der Stadt Wien) seine weiterführenden Studien bei Georg Mark auf. Parallel dazu absolvierte er das postgraduale Studium in Chorleitung an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Graz bei Johannes Prinz, den er auch vielfach zwischen 2008 und 2013 als Assistent beim Wiener Singverein unterstützte, zuletzt bei den Salzburger Pfingstfestspielen in einer Produktion unter der Leitung von Daniel Barenboim.
Andrés García lebt mit seiner Frau und seinen zwei Kindern in Wien.
